NIEHLER HAFEN

NIEHLER HAFEN 03Nach dem Hochwasser vom Dezember 1740 begann die Stadt zwischen 1741 und 1745 mit der Errichtung des Niehler Damms. Der Rat der Stadt Köln beschloss am 16. März 1921 die Anlage des Niehler Hafens. Im Mai 1922 begannen die Erdarbeiten, im Juli 1923 waren über 3000 Arbeiter mit dem Hafenbau beschäftigt. Sie werden zu einem beträchtlichen Teil aus der Erwerbslosenfürsorge bezahlt.Bis 1925 erfolgte ein erster Teilausbau des Niehler Hafens, das Vorbecken erhielt 1927 ein Lagerhaus. Es entstanden die heutige Hafeneinfahrt mit dem Westkai und das Becken 1. Ab 1959 wurde Niehl I zum flächenmäßig größten Kölner Hafen ausgebaut. Die Arbeiten dauerten bis 1977. Weiterlesen

WOOD FACTORY

WF 15Mitten in Belgien liegt dieses Werk, in dem bis zur Insolvenz  im Jahr 2011 Verbundholzprodukte für die Möbelindustrie hergestellt wurden. Alles ist mit einer Schicht von Sägespänen bedeckt. Bis auf eine wirklich große Maschine sind die Hallen zu gut wie leer geräumt. Allerdings scheint die Maschine eines der letzten Herzstücke der Fabrikation  zu sein.  Auf den ersten Blick mutet es so an, als bräuchte man nur einige Knöpfe drücken um sie wieder in Betrieb zu nehmen. Am mangelnden Strom würde es jedenfalls nicht scheitern, denn wie das Summen in einigen großen Schaltkästen verrät, kommt dieser sogar noch reichlich im Gebäude an.  Überhaupt wirkt die ganze Anlage sehr modern und technisch auf dem neusten Stand, wie auch die computergestützte Steuerung von einer Warte oberhalb der Maschine aus, zeigt. Viel mehr kann ich über diese Firma leider auch nicht sagen, da ich sonst keine weiteren Informationen heraus bekommen habe. Auf jeden Fall einmal eine Location ohne jeglichen Vandalismus und im weitestgehenden Originalzustand. Weiterlesen

AUSBESSERUNGSWERK WEDAU

AWW 00Nicht weit entfernt vom Bahnbetriebswerk Wedau, welches aktuell abgerissen wird 😥 , liegt das seit Dezember 2004 stillgelegte Ausbesserungswerk Wedau. Nach seiner Eröffnung am 2. Januar 1914 wurden hier 90 Jahre lang Güterwagons instand gesetzt. Zu Spitzenzeiten in den 60er Jahren waren es über 2300 Beschäftigte, die in Wedau tätig waren. Mit den zunehmenden Problemen der Stahl- und Kohleindustrie war eine Schliessung bereits seit den 80er Jahren ein ständiges Thema. So waren es im April 2004 gerade noch einmal 134 Mitarbeiter und zur letzten Schicht im Dezember 2004 traten sogar nur noch 6 Beschäftigte an. Ähnlich wie im Fall des Ausbesserungswerk Opladen  waren alle Bemühungen der Belegschaft den Standort zu erhalten leider nicht von Erfolg gekrönt. Somit liegt das riesige Gelände seit nun mehr fast 10 Jahren brach. Weiterlesen

RHEINISCHES BRAUNKOHLEREVIER

BRAUNKOHLEREVIER 02Wurde Braunkohle Anfangs meist nur zur Brikettherstellung genutzt, gewann sie zu Beginn des 20. Jahrhundert zunehmend Bedeutung für die Stromerzeugung. Im mittlerweile auschliesslich von RWE betriebenen Rheinischen Braunkohlerevier werden in 3 Großtagebauen jährlich ca. 100.000.000 Tonnen Rohkohle gefördert, von denen 90% der Stromerzeugung dienen und in 5 Kraftwerken verfeuert werded. Im Revier lagern noch 35 Mrd. Tonnen wirtschaftlich abbaubare Braunkohle. Für den Abbau bis ca. 2050 genehmigt sind 3,6 Mrd. Tonnen.  Eine Flächennutzung von ca. 9000 ha bringt natürlich für Mensch und Natur zahlreiche Probleme mit sich. So müssen mit ständig weiter voran schreitendem Abbau immer wieder ganze Ortschaften umgesiedelt  werden. Ein weiteres Hauptproblem ist  der Abfall des Grundwasserspiegels. Um die Teilweise bis 500 m tiefen Tagebaue trocken zu halten wird entsprechen permanent Wasser bis auf diese Tiefe abgepumpt. Zusätzlich wirken sich die vorhandenen und noch entstehenden Abraumhalden auf das lokale Klima aus. Weiterlesen

TIGER AND TURTLE

TT 09Das Kunstwerk ist Ergebnis eines Wettbewerbs der Stadt Duisburg im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Das Künstlerduo Heike Mutter und Ulrich Genth hat eine ca. 20 m hohe Skulptur in Form einer Achterbahn entworfen, die mit Ausnahme des Loopings zu Fuß begehbar ist und den Blick auf ein großartiges Industriepanorama eröffnet.
Der Titel Tiger & Turtle rührt daher, dass die Skulptur in ihrer Erscheinungsform an einen Tiger erinnert, der Besucher sie jedoch langsam wie eine Schildkröte begeht. Die verwendeten Materialen Zink und Stahl stellen einen historischen Bezug zu ihrem Standort her, auf dem bis 2005 noch eine Zinkhütte in Betrieb war. Weiterlesen

LAVOIR ET CARBONISAGE DE DOLHAIN

CARBONISAGE 00Zur Geschichte dieser ehemaligen Textilveredelung kann ich leider nicht viel sagen, da ich nicht wirklich etwas heraus gefunden habe.
Bei der Karbonisierung geht es darum aus Wolle pflanzliche und cellulosische Verunreinigungen (Heu, Stroh, Kletten, Holz, Futterteilchen) zu entfernen. Durch Behandlung mit stark verdünnter Salz- oder Schwefelsäure bzw. Aluminium- oder Magnesiumchloridlösung und anschließendem Erwärmen auf 90-110 °C wird die Cellulose verkohlt, während die Wolle nahezu unverändert bleibt. Anschließend werden die verkohlten Bestandteile mechanisch entfernt und die Wolle bzw. die Gewebe gereinigt.
Der Großteil des Areal ist mittlerweile abgerissen. Ursprünglich war geplant zwei der Gebäude in Apartments und Lofts umzuwandeln. Realisiert wurde dies aber nur bei einem Gebäude. Weiterlesen

KÜHLTURM / COOLING TOWER II

KÜHLTURM 01

Nicht weit von dem großen  hier bereits zuvor gezeigten Kühlturm , steht noch ein weiterer deutlich kleinerer Turm. Auch nicht annähernd so spektakulär was Ausmaße oder Akustik betrifft, so verblüfft er dennoch mit einem – wie ich finde – sehr lustigen Detail:

Mitten im Turm steht eine Hütte mit einem Stuhl davor.

Warum konnte ich bisher allerdings noch nicht herausfinden….
Wieder eine dieser Geschichten, die sich nur schwer erklären lassen.
Der Wachdienst, dem wir anschliessend in die Arme gelaufen sind, ist dagegen eine Geschichte, die sich leicht erklären lässt…. 😀 😉 Weiterlesen