DICKES B

DICKES B 00 Tatsächlich war ich erst ein einziges mal in Berlin. Und zwar zum Pokalendspiel  1993 Leverkusen gegen die Amateure der Hertha. Da die Erinnerungen alkoholbedingt und wettertechnisch recht übersichtlich waren, verspürte ich trotz des Pokalerfolges damals und vielleicht auch gerade wegen des ganzen Hypes um die Stadt dennoch wenig Lust wieder einmal dorthin zu fahren. Es liegt möglicherweise an meiner rheinischen Herkunft, dass ich den Regierungs-Umzug von Bonn nach Berlin wohl doch nicht so ganz unwidersprochen hinnehmen wollte. Auch verspüre ich aktuell eigentlich so gar keine Lust  in die östlichen Regionen dieser Republik zu reisen und sei es lediglich nur zum Transit. 😀 😉 Wie dem auch sei. Meine Frau hat sich nun doch gegen meine Widerstände durchsetzen können, endlich einmal Berlin zu besuchen. Und was soll ich sagen!? Wenn man sich vom Brandenburger Tor oder dem Alexanderplatz und den damit verbundenen Menschenmassen fernhält und die Stadt einfach mal ohne großen Plan mit dem Fahrrad erkundet, ist Berlin echt eine Reise wert. 😉 Gerade in Kreuzberg, rund um die Kastanienallee oder auch in Charlottenburg, wo wir unser Hotel hatten, gibt es ein paar wirklich nette Ecken und Lokale. Und obwohl ich diesmal wirklich extrem wenige Photos gemacht habe, wollte ich dennoch ein paar davon hier zum Besten geben. Beim nächsten Berlinbesuch wird dann ganz sicher mehr photographiert. Ist ja doch ein ganz nettes Städtchen. 😀

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PABUCA – CULTURE

Mein nächster Beitrag zum Projekt: PABUCA – The soul of your city
Dieses mal lautet das Thema: CULTURE
Zig Ansätze gehabt, zig Bilder gemacht, zig mal nicht überzeugt, zig mal unentschlossen und zig mal umentschieden.
Übrig geblieben sind schlussendlich diese drei potentiellen Stereotype und die Frage:
Was genau ist denn nun Culture ?
Ist das hier…

CULTURE 01 – …Kleingartenkultur ?
CULTURE 02 – …Esskultur ?
CULTURE 03 – …Jugendkultur ?

PRISON H15

H15 07Prison H15 ist so ziemlich das Highlight meiner bisherigen Lost Places. Eine sehr bedrückende und surreale Atmosphäre. Wahrlich kein Ort, an dem man länger als nötig,  geschweige den eingesperrt sein möchte 😉 Ursprünglich einmal als Kloster gebaut wurden die Gebäude ab 1817 als Gefängnis genutzt. Bis zu 800 Gefangene waren hier untergebracht. Davon etwa 440 Untersuchungs-Häftlinge und 360 Insassen, die längere Strafen abzusitzen hatten. 2011 wurde es geschlossen, da die ohnehin schon ziemlich maroden Gebäude ständig überbelegt waren und generell als unsicher eingestuft wurden. Nach der Schließung kam es zu einigen Skandalen, nachdem z.B. Akten mit sensiblen Daten der Gefangenen im Archiv zurück gelassen und dieses aufgebrochen wurde und die Akten somit frei zugänglich waren. Weiterlesen

BRANDT ZWIEBACK

BRANDT 0791 Jahre lang wurde Deutschlands bekanntester Zwieback in Hagen Haspe produziert. Am 5.Dezember 2003 lief der letzte Zwieback vom Band. Bereits ein Jahr zuvor hatte Brandt eine neues Werk im thüringischen Ohrdurf eröffnet und ein nur sehr schwer zu glaubendes Muster-Beispiel geliefert wie, durch massive Subventionen mit Steuergeldern, Arbeitsplätze vernichtet werden können. Vermutlich beteiligte sich das Land Thüringen mit ca 20-25 Mio. DM an den 60-80 Mio. DM Baukosten des neuen Werkes. Auf diese Weise wurden dort 180 neue Arbeitsplätze geschaffen. Im Zuge der Schliessung in Hagen wurden jedoch  500 (!) Mitarbeiter frei gesetzt. Ganze 4 (!) fanden weiterhin Anstellung im neuen Werk. Macht also ein sattes Minus von 324 Arbeitsplätzen. Selbst durch Angebote der Stadt Hagen mit besonders günstigen Flächenangeboten, Fördermitteln aus dem Landeshaushalt Nordrhein-Westfalen und der EU ließ Brandt sich nicht vom Umzugs abbringen. Weiterlesen

BAHNBETRIEBSWERK WEDAU

BW WEDAU 001878 wurde das Bahnbetriebswerk Wedau durch die Rheinische Eisenbahn in Betrieb genommen. Die hier beheimateten Loks bespannten Stückgut- und Kohlezüge von und nach Süddeutschland. Außerdem galt es, Züge zwischen den zahlreichen Zechen, Kalkstein-Werken, Häfen und Stahlwerken zu bespannen. Schließlich konnte der 1913 eröffnete Rangierbahnhof täglich bis zu 6 000 Güterwagen umstellen. Um 1935 war Wedau Endstation für täglich über 130 Güterzüge. Mehr als 120 Güterzüge starteten von dort ihren Lauf. Zudem machten zahlreiche Güterzüge kurzen Halt, um Wagen abzusetzen und aufzunehmen oder um die Lokomotive zu wechseln. Dazu standen über 60 Rangier- und Güterzuglokomotiven zur Verfügung. Das Betriebswerk zählte mehr als 500 Mitarbeiter. Gleich zwei Ringlokschuppen und zwei Drehscheiben waren vorhanden. Mittlerweile ist nur noch eine dieser Drehscheiben sowie ein Ringlokschuppen erhalten. Weiterlesen

HOLLÄNDISCHER PAVILLON EXPO 2000

Holland 00Vom Glanz des Vorzeigeobjekts der Expo 2000 ist  nicht mehr viel geblieben. Die auf dem Dach des 40 m hohen Gebäude montierten Windräder gibt es nicht mehr. Genauso wenig wie den Teich. Auch davon, daß die Kuppel einst mit Gras bewachsen war ist nicht mehr viel zu sehen. Was an Glas in dem Gebäude war, ist längst zerstört und Graffitis zieren jede der 5 Etagen. Und vom Wald in der dritten Etage ist ebenfalls nicht mehr viel zu sehen. Wo während der Weltausstellung Wasser floß, Tulpen blühten, Filme liefen, Skulpturen zum verweilen einluden. Die Besucher teilweise bis zu 3 Stunden anstanden um hinein zu gelangen, herrschen mittlerweile Stille und Verfall. Zudem hat es viel Ärger um den Pavillon gegeben; Gerichte haben sich damit befasst. Weiterlesen

CONTINENTAL WERK

CONTI 00Bei fast 35 °C habe ich mich in den Resten, des im Jahr 1999 stillgelegten, Reifenwerk der Continental in Hannover Limmer umgesehen. 1871 als Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie gegründet wurde Continental schnell zu einer der führenden Marken für die Herstellung von Reifen. Der erste Luftreifen für Fahrräder sowie der erste schlauchlose PKW Reifen stammen von Conti. 100 Jahre lang wurden im Werk Limmer Produkte aus Gummi  hergestellt. Schwerpunktmäßig Reifen. Mittlerweile sind nahezu 95% des Geländes eingeebnet und dekontaminiert worden. Die noch stehenden Gebäude sind entkernt und stehen unter Denkmalschutz. Geplant ist die Ansiedelung von Wohn- und Gewerbeprojekten in der nun sogenannten „Wasserstadt Limmer“. Allerdings hat sich das Ganze bereits um Jahre verzögert und wann und wie es weitergeht ist wohl noch nicht gänzlich geklärt.  Weiterlesen

TERRES ROUGES

TERRES ROUGES 00Nachdem mir Gilles Grethen von lichtundleicht.wordpress.com, netterweise einige Infos zur Lage hat zukommen lassen und mir angeboten hatte mich zu begleiten, habe ich mich also kurzerhand auf den Weg nach Luxemburg gemacht. Dort habe ich mich mit ihm getroffen und gemeinsam haben wir uns in Esch-sur-Alzette das Industriegebiet Terres Rouges der Arbed angesehen.
Als ehemaliger Teil eines Verbundes von Hüttenwerken und stahlverarbeitenden Betreiben in Belval stand hier unter anderem die Silo- und Erzaufbereitungsanlage der Hochöfen. In dieser wurden die verschieden Bestandteile wie Erz, Kalk oder Sinter aufbereitet bzw. gemischt, anschließend in Züge oder eine Seilbahn verladen und auf den Weg zu den Öfen gebracht.   Weiterlesen

SCHRAUBENFABRIK DORN

DORN 00Die Firma Dorn Schrauben – ursprünglich angesiedelt im Westerwald – produzierte von 1900 – 1997 am Standort Herne. Waren zunächst der Bergbau und dessen Zulieferindustrie Hauptabnehmer, kamen in späteren Jahren die Eisenbahn sowie der Brücken-, Schiff-, Waggon-, Fahrzeug- und Landmaschinenbau als Kunden hinzu. In Spitzenzeiten fanden über 700 Menschen Arbeit bei Dorn. Zuletzt waren es noch knapp 200, als die Produktion am 31.12.1997 eingestellt wurde. Weiterlesen

AWA DACHBAUSTOFF WERK

DSC04271KopieAugust Wilhelm Andernach kaufte 1888 von einem Apotheker in Beuel am Rhein eine Teerkocherei. Diese baute er aus und gründete die „Mittelrheinische Theerproducten- und Dachpappen-Fabriek A.W. Andernach“, die später als A.W. Andernach GmbH & Co KG firmierte, deren Produkte in der Branche für Dachbaustoffe weltbekannt wurden. Der Dachbaustoffhersteller mit 115 Jahren Firmengeschichte zählt zu den Bonner Traditionsunternehmen.
August Wilhelm Andernach entwickelte den Dachbaustoff Kosmos, dessen Markenname noch immer existiert. Diese patentierten Falztafeln dienten zum Bau für trockene Wandoberflächen und werden noch heute in weiterentwickelter Form unter demselben Namen beim Dachbau eingesetzt. Insbesondere AWAs Dachschindeln aus Bitumen wurden als „Bonner Schindeln“ international bekannt. Der letzte Erfolg der AWA waren die Abdichtungsfolien für die ICE-Tunnel.

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THYSSEN SINTERANLAGE

DSC04058 KopieDas Gelände auf dem die ehemalige Sinteranlage steht wurde seit ungefähr 1910 industriell zum Abkippen von Schlacke genutzt.
In den 50er Jahren wurde vom Besitzer des Geländes, der Phoenix-Rheinrohr AG Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke, die Errichtung einer Sinteranlage beschlossen, um kürzere Transportwege an das Hochofenwerk in Duisburg-Ruhrort zu schaffen.
Dazu mussten zunächst 500.000 Kubikmeter Hochofenschlacke abgebaggert werden um das Areal für den Bau zu erschliessen, weitere 75.000 Kubikmeter Boden wurden zur Hinterfüllung benötigt. Für das Erzlager, die Tiefbunkeranlage und die Fundamente wurden 32.000 Kubikmeter Beton verarbeitet und 21.000 m2 Stahlbetondecken und Sohlenplatten hergestellt. Die Stalkonstruktionen erforderten 8000 t und die Maschinen 3700 t Stahl. Die Baukosten betrugen etwa 40 Millionen Mark.

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