RAD AB

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AUSBESSERUNGSWERK OPLADEN

AWO 00Das Ausbesserungswerk (AW) Opladen war über 100 Jahre, zwischen 1903 und 2003, der wichtigste Arbeitgeber in Opladen (seit 1975 Stadtteil von Leverkusen) und in den letzten Jahrzehnten seines Bestehens die zentrale E-Lok-Werkstatt der Deutschen Bundesbahn bzw. der Deutsche Bahn AG für die nördliche Hälfte Deutschlands. Aufgrund der Bahnreform und der Auflösung des Geschäftsbereichs, Werke der Deutschen Bahn AG, Anfang 1998 wurde das AW der DB Cargo zugeteilt. Damit war Opladen nur noch für Güterzug-E-Loks zuständig und stand zusätzlich nach der Wiedervereinigung in zunehmendem Wettbewerb mit Werken in den neuen Bundesländern. Nachdem die Schließung des AW am 26. Juni 2001 durch den Vorstand der Deutschen Bahn bekanntgegeben wurde, kam es zu langanhaltenden Protesten der Belegschaft, bis hin zum Hungerstreik. Weiterlesen

BRANDT ZWIEBACK

BRANDT 0791 Jahre lang wurde Deutschlands bekanntester Zwieback in Hagen Haspe produziert. Am 5.Dezember 2003 lief der letzte Zwieback vom Band. Bereits ein Jahr zuvor hatte Brandt eine neues Werk im thüringischen Ohrdurf eröffnet und ein nur sehr schwer zu glaubendes Muster-Beispiel geliefert wie, durch massive Subventionen mit Steuergeldern, Arbeitsplätze vernichtet werden können. Vermutlich beteiligte sich das Land Thüringen mit ca 20-25 Mio. DM an den 60-80 Mio. DM Baukosten des neuen Werkes. Auf diese Weise wurden dort 180 neue Arbeitsplätze geschaffen. Im Zuge der Schliessung in Hagen wurden jedoch  500 (!) Mitarbeiter frei gesetzt. Ganze 4 (!) fanden weiterhin Anstellung im neuen Werk. Macht also ein sattes Minus von 324 Arbeitsplätzen. Selbst durch Angebote der Stadt Hagen mit besonders günstigen Flächenangeboten, Fördermitteln aus dem Landeshaushalt Nordrhein-Westfalen und der EU ließ Brandt sich nicht vom Umzugs abbringen. Weiterlesen

BAHNBETRIEBSWERK WEDAU

BW WEDAU 001878 wurde das Bahnbetriebswerk Wedau durch die Rheinische Eisenbahn in Betrieb genommen. Die hier beheimateten Loks bespannten Stückgut- und Kohlezüge von und nach Süddeutschland. Außerdem galt es, Züge zwischen den zahlreichen Zechen, Kalkstein-Werken, Häfen und Stahlwerken zu bespannen. Schließlich konnte der 1913 eröffnete Rangierbahnhof täglich bis zu 6 000 Güterwagen umstellen. Um 1935 war Wedau Endstation für täglich über 130 Güterzüge. Mehr als 120 Güterzüge starteten von dort ihren Lauf. Zudem machten zahlreiche Güterzüge kurzen Halt, um Wagen abzusetzen und aufzunehmen oder um die Lokomotive zu wechseln. Dazu standen über 60 Rangier- und Güterzuglokomotiven zur Verfügung. Das Betriebswerk zählte mehr als 500 Mitarbeiter. Gleich zwei Ringlokschuppen und zwei Drehscheiben waren vorhanden. Mittlerweile ist nur noch eine dieser Drehscheiben sowie ein Ringlokschuppen erhalten. Weiterlesen

EISENBAHNMUSEUM DIERINGHAUSEN

DIERINGHAUSEN 14Das Eisenbahnmuseum Dieringhausen befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerk Dieringhausen. Herzstück des Museums ist der historische Lokschuppen mit elf Ständen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts mit dazugehöriger Drehscheibe. Auf dem ca. 11.000 m² großen Areal finden sich noch alle Anlagen, die zu einem echten Dampf-Bahnbetriebswerk gehören: Drehscheibe, Sturzbekohlung, Wasserkräne, und auch Werkstätten. In den Werkstätten kann heute noch die Arbeit an den historischen Fahrzeugen beobachtet werden – hier wird repariert und restauriert. Die IG Bw Dieringhausen hat es sich hier zur Aufgabe gemacht, die Anlagen und Fahrzeuge zu erhalten und historische Werte und Kenntnisse zu vermitteln. In den Ausstellungsräumen des Museums wird die regionale Eisenbahngeschichte thematisiert. Weiterlesen

AWA DACHBAUSTOFF WERK

DSC04271KopieAugust Wilhelm Andernach kaufte 1888 von einem Apotheker in Beuel am Rhein eine Teerkocherei. Diese baute er aus und gründete die „Mittelrheinische Theerproducten- und Dachpappen-Fabriek A.W. Andernach“, die später als A.W. Andernach GmbH & Co KG firmierte, deren Produkte in der Branche für Dachbaustoffe weltbekannt wurden. Der Dachbaustoffhersteller mit 115 Jahren Firmengeschichte zählt zu den Bonner Traditionsunternehmen.
August Wilhelm Andernach entwickelte den Dachbaustoff Kosmos, dessen Markenname noch immer existiert. Diese patentierten Falztafeln dienten zum Bau für trockene Wandoberflächen und werden noch heute in weiterentwickelter Form unter demselben Namen beim Dachbau eingesetzt. Insbesondere AWAs Dachschindeln aus Bitumen wurden als „Bonner Schindeln“ international bekannt. Der letzte Erfolg der AWA waren die Abdichtungsfolien für die ICE-Tunnel.

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THYSSEN SINTERANLAGE

DSC04058 KopieDas Gelände auf dem die ehemalige Sinteranlage steht wurde seit ungefähr 1910 industriell zum Abkippen von Schlacke genutzt.
In den 50er Jahren wurde vom Besitzer des Geländes, der Phoenix-Rheinrohr AG Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke, die Errichtung einer Sinteranlage beschlossen, um kürzere Transportwege an das Hochofenwerk in Duisburg-Ruhrort zu schaffen.
Dazu mussten zunächst 500.000 Kubikmeter Hochofenschlacke abgebaggert werden um das Areal für den Bau zu erschliessen, weitere 75.000 Kubikmeter Boden wurden zur Hinterfüllung benötigt. Für das Erzlager, die Tiefbunkeranlage und die Fundamente wurden 32.000 Kubikmeter Beton verarbeitet und 21.000 m2 Stahlbetondecken und Sohlenplatten hergestellt. Die Stalkonstruktionen erforderten 8000 t und die Maschinen 3700 t Stahl. Die Baukosten betrugen etwa 40 Millionen Mark.

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LOKFRIEDHOF OSTERFELD

LOKFRIEDHOF 01

Auf den Gleisanlagen des Rangierbahnhofs Osterfeld in Oberhausen fristen einige Dieselloks nach zum Teil mehreren 100.000 Kilometern auf Deutschlands und Europas Schienen ihren traurigen Ruhestand .
Von den üblichen Kabelratten, Metallsammlern, Souvenierjägern, Sprayern und Vandalen heimgesucht, stehen sie hier und warten auf ihre endgültige Abwrackung.

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