HERBST IMPRESSIONEN III

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Eigentlich wollte ich ja dieses Jahr mal keine Herbstbilder posten… tja soviel also dazu 😀 😉

 

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WOOD FACTORY

WF 15Mitten in Belgien liegt dieses Werk, in dem bis zur Insolvenz  im Jahr 2011 Verbundholzprodukte für die Möbelindustrie hergestellt wurden. Alles ist mit einer Schicht von Sägespänen bedeckt. Bis auf eine wirklich große Maschine sind die Hallen zu gut wie leer geräumt. Allerdings scheint die Maschine eines der letzten Herzstücke der Fabrikation  zu sein.  Auf den ersten Blick mutet es so an, als bräuchte man nur einige Knöpfe drücken um sie wieder in Betrieb zu nehmen. Am mangelnden Strom würde es jedenfalls nicht scheitern, denn wie das Summen in einigen großen Schaltkästen verrät, kommt dieser sogar noch reichlich im Gebäude an.  Überhaupt wirkt die ganze Anlage sehr modern und technisch auf dem neusten Stand, wie auch die computergestützte Steuerung von einer Warte oberhalb der Maschine aus, zeigt. Viel mehr kann ich über diese Firma leider auch nicht sagen, da ich sonst keine weiteren Informationen heraus bekommen habe. Auf jeden Fall einmal eine Location ohne jeglichen Vandalismus und im weitestgehenden Originalzustand. Weiterlesen

AUSBESSERUNGSWERK WEDAU

AWW 00Nicht weit entfernt vom Bahnbetriebswerk Wedau, welches aktuell abgerissen wird 😥 , liegt das seit Dezember 2004 stillgelegte Ausbesserungswerk Wedau. Nach seiner Eröffnung am 2. Januar 1914 wurden hier 90 Jahre lang Güterwagons instand gesetzt. Zu Spitzenzeiten in den 60er Jahren waren es über 2300 Beschäftigte, die in Wedau tätig waren. Mit den zunehmenden Problemen der Stahl- und Kohleindustrie war eine Schliessung bereits seit den 80er Jahren ein ständiges Thema. So waren es im April 2004 gerade noch einmal 134 Mitarbeiter und zur letzten Schicht im Dezember 2004 traten sogar nur noch 6 Beschäftigte an. Ähnlich wie im Fall des Ausbesserungswerk Opladen  waren alle Bemühungen der Belegschaft den Standort zu erhalten leider nicht von Erfolg gekrönt. Somit liegt das riesige Gelände seit nun mehr fast 10 Jahren brach. Weiterlesen

RHEINISCHES BRAUNKOHLEREVIER

BRAUNKOHLEREVIER 02Wurde Braunkohle Anfangs meist nur zur Brikettherstellung genutzt, gewann sie zu Beginn des 20. Jahrhundert zunehmend Bedeutung für die Stromerzeugung. Im mittlerweile auschliesslich von RWE betriebenen Rheinischen Braunkohlerevier werden in 3 Großtagebauen jährlich ca. 100.000.000 Tonnen Rohkohle gefördert, von denen 90% der Stromerzeugung dienen und in 5 Kraftwerken verfeuert werded. Im Revier lagern noch 35 Mrd. Tonnen wirtschaftlich abbaubare Braunkohle. Für den Abbau bis ca. 2050 genehmigt sind 3,6 Mrd. Tonnen.  Eine Flächennutzung von ca. 9000 ha bringt natürlich für Mensch und Natur zahlreiche Probleme mit sich. So müssen mit ständig weiter voran schreitendem Abbau immer wieder ganze Ortschaften umgesiedelt  werden. Ein weiteres Hauptproblem ist  der Abfall des Grundwasserspiegels. Um die Teilweise bis 500 m tiefen Tagebaue trocken zu halten wird entsprechen permanent Wasser bis auf diese Tiefe abgepumpt. Zusätzlich wirken sich die vorhandenen und noch entstehenden Abraumhalden auf das lokale Klima aus. Weiterlesen

AUSBESSERUNGSWERK OPLADEN

AWO 00Das Ausbesserungswerk (AW) Opladen war über 100 Jahre, zwischen 1903 und 2003, der wichtigste Arbeitgeber in Opladen (seit 1975 Stadtteil von Leverkusen) und in den letzten Jahrzehnten seines Bestehens die zentrale E-Lok-Werkstatt der Deutschen Bundesbahn bzw. der Deutsche Bahn AG für die nördliche Hälfte Deutschlands. Aufgrund der Bahnreform und der Auflösung des Geschäftsbereichs, Werke der Deutschen Bahn AG, Anfang 1998 wurde das AW der DB Cargo zugeteilt. Damit war Opladen nur noch für Güterzug-E-Loks zuständig und stand zusätzlich nach der Wiedervereinigung in zunehmendem Wettbewerb mit Werken in den neuen Bundesländern. Nachdem die Schließung des AW am 26. Juni 2001 durch den Vorstand der Deutschen Bahn bekanntgegeben wurde, kam es zu langanhaltenden Protesten der Belegschaft, bis hin zum Hungerstreik. Weiterlesen

BRANDT ZWIEBACK

BRANDT 0791 Jahre lang wurde Deutschlands bekanntester Zwieback in Hagen Haspe produziert. Am 5.Dezember 2003 lief der letzte Zwieback vom Band. Bereits ein Jahr zuvor hatte Brandt eine neues Werk im thüringischen Ohrdurf eröffnet und ein nur sehr schwer zu glaubendes Muster-Beispiel geliefert wie, durch massive Subventionen mit Steuergeldern, Arbeitsplätze vernichtet werden können. Vermutlich beteiligte sich das Land Thüringen mit ca 20-25 Mio. DM an den 60-80 Mio. DM Baukosten des neuen Werkes. Auf diese Weise wurden dort 180 neue Arbeitsplätze geschaffen. Im Zuge der Schliessung in Hagen wurden jedoch  500 (!) Mitarbeiter frei gesetzt. Ganze 4 (!) fanden weiterhin Anstellung im neuen Werk. Macht also ein sattes Minus von 324 Arbeitsplätzen. Selbst durch Angebote der Stadt Hagen mit besonders günstigen Flächenangeboten, Fördermitteln aus dem Landeshaushalt Nordrhein-Westfalen und der EU ließ Brandt sich nicht vom Umzugs abbringen. Weiterlesen

KÜHLTURM / COOLING TOWER

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Dieser Kühlturm steht in einer typischen belgischen Industriestadt, deren Blütezeiten – was die Produktion von Kohle und Stahl betrifft – lange vorbei sind. Er gehört zu einem noch nicht allzu lange stillgelegten Kraftwerk, welches ursprünglich mit Kohle befeuert wurde und im Zuge des Niedergangs des Bergbaus auf Gas umgerüstet wurde. Doch scheinbar führten zu hohe Kosten dazu, daß das Kraftwerk vom Netz genommen wurde.

Die imposanten Ausmaße, sowie eine unglaubliche Akustik im Inneren des Turms hinterlassen bleibende Eindrücke.

Unweit von diesem Kühlturm befindet sich noch ein weiterer zu einem noch aktiven Stahlwerk gehörender Kühlturm.

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CONTINENTAL WERK

CONTI 00Bei fast 35 °C habe ich mich in den Resten, des im Jahr 1999 stillgelegten, Reifenwerk der Continental in Hannover Limmer umgesehen. 1871 als Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie gegründet wurde Continental schnell zu einer der führenden Marken für die Herstellung von Reifen. Der erste Luftreifen für Fahrräder sowie der erste schlauchlose PKW Reifen stammen von Conti. 100 Jahre lang wurden im Werk Limmer Produkte aus Gummi  hergestellt. Schwerpunktmäßig Reifen. Mittlerweile sind nahezu 95% des Geländes eingeebnet und dekontaminiert worden. Die noch stehenden Gebäude sind entkernt und stehen unter Denkmalschutz. Geplant ist die Ansiedelung von Wohn- und Gewerbeprojekten in der nun sogenannten „Wasserstadt Limmer“. Allerdings hat sich das Ganze bereits um Jahre verzögert und wann und wie es weitergeht ist wohl noch nicht gänzlich geklärt.  Weiterlesen

TERRES ROUGES

TERRES ROUGES 00Nachdem mir Gilles Grethen von lichtundleicht.wordpress.com, netterweise einige Infos zur Lage hat zukommen lassen und mir angeboten hatte mich zu begleiten, habe ich mich also kurzerhand auf den Weg nach Luxemburg gemacht. Dort habe ich mich mit ihm getroffen und gemeinsam haben wir uns in Esch-sur-Alzette das Industriegebiet Terres Rouges der Arbed angesehen.
Als ehemaliger Teil eines Verbundes von Hüttenwerken und stahlverarbeitenden Betreiben in Belval stand hier unter anderem die Silo- und Erzaufbereitungsanlage der Hochöfen. In dieser wurden die verschieden Bestandteile wie Erz, Kalk oder Sinter aufbereitet bzw. gemischt, anschließend in Züge oder eine Seilbahn verladen und auf den Weg zu den Öfen gebracht.   Weiterlesen

SCHRAUBENFABRIK DORN

DORN 00Die Firma Dorn Schrauben – ursprünglich angesiedelt im Westerwald – produzierte von 1900 – 1997 am Standort Herne. Waren zunächst der Bergbau und dessen Zulieferindustrie Hauptabnehmer, kamen in späteren Jahren die Eisenbahn sowie der Brücken-, Schiff-, Waggon-, Fahrzeug- und Landmaschinenbau als Kunden hinzu. In Spitzenzeiten fanden über 700 Menschen Arbeit bei Dorn. Zuletzt waren es noch knapp 200, als die Produktion am 31.12.1997 eingestellt wurde. Weiterlesen