KAMBODSCHA II


Nach dem Abflug Dienstags von Frankfurt nach Bangkok und der Landung Mittwochs in Siem Reap ging es erst einmal ins Hotel. Dort mussten wir leider ewig lange auf die Zimmer warten, da diese immer nur eines nach dem anderen fertig wurden und ich tatsächlich als Vorletzter dran war. Easy going in Cambodia. 🙂 Schade wenn man ohnehin nur so wenige Tage zur Verfügung hat und eigentlich nur eine Dusche will und dann losziehen möchte, da an diesem Tag bis auf das Abendessen  und den Besuch einer Khmer-Box-Schule, welchen ich mir geschenkt habe, kein weiteres Programm vorgesehen war.
Das überbrücken der Wartezeit mit dem ein oder anderen Bierchen hatte sich nach der Bestellung einer Flasche Chang dann auch relativ schnell erledigt.  😀


8,24 $ inkl. TAX empfand ich dann doch recht sportlich. Erst recht nachdem ich das Bier kurze Zeit später in einem Mini Market für 0,85 $ gesehen habe. :mrgreen: 😀
Nach dem wirklich leckeren Mittagessen im Hotel, inkl. Bier für lau 😀 😉 , der ersten Dusche etc. sind wir dann zu dritt losgezogen und haben einmal die unmittelbare Umgebung des Hotels zu Fuß in Augenschein genommen:

Schon hier war ersichtlich, dass sprichwörtlich an jeder Ecke irgend etwas verkauft, gekocht oder gebraten wird. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Verkaufsstände gesehen wie in Kambodscha. Egal wo, irgendwer verkauft immer etwas. Gefühlt gibt es mehr Leute, die etwas verkaufen als kaufen. 😀 😉
Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Direkt vor der „Haustür“,  an Strassenecken, vor Sehenswürdigkeiten, aus Beiwagen am Moped, auf dem Tuktuk, mit Handkarren, die oftmals mühsam durch die Gegend geschoben werden oder eben an der Strasse. In mal mehr oder mal weniger befestigten Ständen, die gleichzeitig auch als Tankstelle dienen.
Pagoden und Klöster gibt es gefühlt auch alle paar Meter. In diesem Fall festlich geschmückt durch zahlreiche Herren in Tarnuniform, in Vorbereitung auf den Unabhängigkeitstag. Eine Ecke weiter die nächste Strasse mit Marktständen und zwei Ecken weiter Kunsthandwerker, die vor dem Laden arbeiten. Als Krönung zwei Männer in einem Hinterhof, die uns stolz ihre Hähne präsentierten und diese einen Showkampf machen ließen. Keine Ahnung wie weit es da normalerweise geht, aber das war mehr oder weniger „Schattenboxen“. Auch sahen die Tiere jetzt nicht so aus, als würden sie sonst bis zum äussersten kämpfen.

Danach wurde es dann Zeit für unsere erste Fahrt mit einem Tuktuk Richtung Stadtzentrum. 😀
Die Dinger sind echt ein Thema für sich, aber im Grunde neben den Mopeds das ideale Fortbewegungsmittel. Die Jungs sind eigentlich immer gut drauf, das Feilschen um den Fahrpreis ist Standard. Dieser halbiert sich dann meist auch ganz schnell. 😀 Witzigerweise kostet es mit 3 oder 4 Leuten genauso viel, als wenn man alleine fährt. 🙂 Man erlebt im Verkehr schon mal die ein oder andere haarsträubende Situation aber ich habe ja zum Glück schon eine Glatze. 😀 😉

 

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8 Gedanken zu “KAMBODSCHA II

  1. Spannende Bilder. Erinnern mich an Markus‘ Bilder aus Vietnam und daran, dass ich dahin auch mal irgendwann gerne …. 😉
    Tolle Szenen, die sehr viel Lebendigkeit ausstrahlen. Tatsächlich ist das auf deinem Blog besonders spannend, da du normalerweise kaum etwas Lebendiges zeigst.

  2. Na, da ist doch wieder einiges an Eindrücken zusammen gekommen. Der Preis für’s Chang Bier war sportlich, hast ja aber rechtzeitig die passende Alternative gefunden. Ich hab in Asien manchmal das Gefühl, die Leute essen unentwegt, bei so vielen Strassenküchen. Für unsere europäischen Augen ganz großes Strassenkino. Die Tuktuks sind auch cool. Ein wenig Fahrtwind ist bei der Hitze echt angenehm. Aber abgebrüht sind die Jungs. Eine ganz andere Art von Verkehrsregeln. Bin schon froh wenn ich da als Fußgänger heil über die Strasse komme.
    Eine schöne abwechslungsreiche Mischung an Eindrücken. Man ist als Betrachter gleich mittendrin. So ein wenig Gewusel ist doch auch mal eine willkommene Abwechslung im Portfolio. 😉
    LG kiki

    • Das mit dem Essen habe ich mir auch gedacht. 😀 Alleine was es dort schon zum Frühstück gibt 😮 Ein Träumchen! Andererseits verbrennst Du das Ganze da ja auch direkt wieder. Dank der kuscheligen Temperaturen.
      Tuktuks sollte es hier auch geben. Allerdings nur mit asiatischen und kampferprobten Fahrern. 😉 Strasse überqueren ist echt ein Thema. Aber auch da hilft nur: Augen zu und durch. Wer bremst… äh stehen bleibt verliert. 🙂

      Gruß
      Stefan

  3. Hallo Stefan, ja, wenn einen Asien erst mal packt…
    Tolle und lebendige Bilder hast du mitgebracht, die bei mir viele Erinnerungen wecken. Und man muss sich unbedingt mit der Geschichte beschäftigen. Das läßt einen nie mehr los. Pnom Phen,Toul Sleng und die killing fields sind berührende und teilweise entsetzliche Momente, aber sie sind für weich gebetteten Westeuropäer Wachrüttler, die man braucht, um sich unseres satten Wohlstandes bewußt zu sein. Da sind so viele Bilder in meinem Kopf, die much immer wieder tief berühren, und die grade durch deine Bilder ganz präsent sind.
    Herzliche Grüsse Karl-Heinz

    • Vielen Dank für Deinen Besuch hier Karl-Heinz,

      kann Dir nur zustimmen. Ein Besuch dort rückt die Prioritäten wieder etwas gerade. Ich hoffe das hält auch noch ein wenig an. 🙂 Falls nicht schaue ich mir die Bilder wieder an.
      Es freut mich, mit meinen Bildern einen Nerv bei Dir getroffen zu haben.

      Gruß
      Stefan

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