KAMBODSCHA

Asiatisches Essen hat es mir schon immer angetan. Dennoch stand es für mich irgendwie nie so wirklich zur Diskussion einmal nach Asien zu reisen und mir Speisen Land, Leute und Gebräuche vor Ort näher anzuschauen bzw. zu genießen. Zwar waren meine Frau und ich 2014 einmal kurz davor nach Vietnam zur reisen, Impfungen und alles wurden auch getätigt, aber letztlich hat es sich dann doch aus verschiedenen Gründen zerschlagen.  Danach war Asien auch nie wieder wirklich ein Thema. Zunächst aufgrund der Entfernung, die Zeiten in denen ich gerne geflogen bin sind lange vorbei, als auch allem voran wegen des Klimas, welches so gar nicht meins ist. Ich bin einfach ein Bergmensch. Setz mich in den Alpen aus und ich bin glücklich. 😀

Nun ergab es sich im Rahmen eines Verkaufwettbewerbs seitens meines Arbeitgebers, dass die Gewinner für 6 Tage nach Kambodscha reisen konnten.
Das habe ich als Wink des Schicksals gesehen und mir gesagt: jetzt oder nie.
Nach Kambodscha wäre ich ansonsten ganz sicher nie gereist. Es sei denn im Rahmen eines Schlenkers von Vietnam oder Thailand aus.
„Problem“ nur, dass ich ja eigentlich gar nicht mehr nach Asien reisen wollte.
Also nach einigem für und wider zugesagt und mit geflogen.

Auch wenn so eine Tour über 6 Tage inkl. Anreise eigentlich der pure Wahnsinn ist, ich mit der Zeitverschiebung massivste Probleme hatte und noch habe 😀 , das Klima der für mich zu erwartende Killer war und ich, wenn es hoch kommt, 2 Stunden am Tag geschlafen habe muss und kann ich nur sagen:

alles richtig gemacht! 🙂

Wir waren in Summe inkl. Guides mit 40 Leuten unterwegs, was ja so gar nicht meins ist, da ich lieber auf eigene Faust los ziehe.
Auch war das Programm natürlich festgelegt und auch entsprechend durchgetaktet.
Oftmals sehr touristisch wie z.B. Sonnenaufgang in Angkor Wat, Besichtigung einer Seidenfarm oder Segnungszeremonie durch buddhistische Mönche auf dem Weg zum Flughafen.

Dennoch hat es sich auf alle Fälle gelohnt und mir einen Einblick in Land und Leute  verschafft.
Mit dem Ergebnis, dass ich ganz sicher noch einmal gemeinsam mit meiner Frau in diese Ecke reisen werde. Dann jedoch hoffentlich deutlich länger und individueller.

Unser Hotel – Le Meridien, nett 😀 – hatten wir in Siem Reap.  Von dort haben wir uns dann im Prinzip in einem Radius von ca. 40 Km bewegt.
Es ist schon ein andere Welt dort. Klima, Landschaft, Menschen, Verkehr und das gesamte Geschehen lassen sich bis auf die Tatsache, dass auch dort inzwischen so gut wie jeder zumindest in der Stadt, mit einem Smartphone unterwegs ist, kaum mit dem vergleichen, was bei uns so passiert.
Lachende und freundliche Leute, egal unter welch armseligen Verhältnissen diese hausen. Autos, Mopeds, Tuktuks und Fahrräder, die  in einem – auf den ersten Blick- chaotischen Fluss sind, der bei uns innerhalb von Minuten zu einem völligen Stillstand führen würde. Der Umgang mit und die Lagerung von Lebensmitteln z.B. auf dem Markt, der Lebensmittelkontrolleure hier in den Freitod triebe.

 

Ich werde so nach und nach Bilder dieser Reise einstellen. Allerdings stehe ich momentan noch auf Kriegsfuß mit meinen Bildern. Zum einem weil mir die Zeit und die Ruhe gefehlt hat, so und das zu fotografieren wie es mir eigentlich vorschwebt. Zum anderen habe ich in letzter Zeit so wenig und selten zur Kamera gegriffen, dass ich unfassbar viele Fehler gemacht und massig Ausschuß produziert habe. Also ein Grund mehr, noch einmal nach Kambodscha zu reisen. 😀

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19 Gedanken zu “KAMBODSCHA

  1. Also diese Bilder jedenfalls lassen einen das mit dem Ausschuss nicht recht glauben, aber ich kenne das. 😄Manchmal muss man sich erst wieder ‚eingrooven‘ 😉
    Mir gefallen deine Bilder sehr und so eine Reise in so kurzer Zeit… sehr reizvoll, aber natürlich auch ein wenig krass. Verständlich. Trotzdem sicher ein beeindruckendes Erlebnis. Bin gespannt auf noch mehr Foto-Dokumentarisches …
    Grüße, Andrea

    • Tja Andrea… mit dem eingrooven bin ich soweit durch. 😀 Passt wieder.
      Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen. Viele Sachen hätte ich im nachhinein anders gemacht oder „besser“ oder was auch immer. Aber so gehts es glaube ich jedem. Bin da möglicherweise auch zu selbstkritisch. Wobei ich mich bei einigen Bildern echt frage, was zur Hölle ich da eigentlich gemacht habe 😀
      Das ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass ich sonst ja überwiegend Architektur mache. Und da hat man in der Regel Zeit und notfalls mehrere Versuche, damit das Ergebnis so ist wie man es gerne hätte. 🙂
      Und ich musste feststellen, dass die 24-70 an der A7II oftmals verdammt knapp waren. 😀
      Ich hatte zwar noch meine A65 mit dem 70-300 mit, aber die Schlepperei ging mir bei dem Wetter echt auf den S… und somit habe ich die gar nicht erst mit mir rumgeschleppt. 😀

      Gruß
      Stefan

  2. Moin Stefan,
    also Ausschuss ist was anderes. Sei nicht so kritisch mit deinen Bildern. Es ist oft schwierig, mit der Kamera in der Hand einen Ort zu entdecken, der so ganz anders tickt, als wie man es kennt. Das eröffnet neue Perspektiven und Möglichkeiten und die hast du doch gut genutzt. Das Bild mit der Dame an der „Spindel“ (?) ist doch wirklich bezaubernd. Das ansteckende Lächeln des kleinen Jungen und auch die Fleischbeschau auf dem örtlichen Markt. Biste in den 6 Tagen Vegetarier gewesen? 😀
    Ich war ja schon 2x in Angkor, find’s immer wieder echt gigantisch. Kenne das Problem mit dem Klima zu gut, war echt fertig, kann mich nicht an die Hitze gewöhnen. Das Angkor Bier hab ich allerdings in guter Erinnerung, ich hoffe es hat dir auch geschmeckt. Brennweitentechnisch konnte es bei mir bei den Tempeln allerdings nicht kurz genug sein. Für meine analoge Knipse hatte ich eine 20mm Festbrennweite, die war dort im Dauereinsatz, oft auch nur deswegen, damit man sich bei den Gruppen in den Vordergrund drängeln konnte. 😉
    Wenn du mal wieder dort bist, laß die Klimaanlage aus, die macht einen erst recht feddich. Es gibt nichts schlimmeres als eine Rotznase in den Tropen 😉
    LG kiki

    • 😀 Vielen Dank Kiki 😀
      Vegetarier bin ich nun schon knapp ein halbes Jahr. Wäre ich da aber sicher über kurz oder lang geworden. 😀 😉
      Wobei für mich der wahre Killer dort Prahok war. Also dabei kommt es mir echt hoch.
      Aus dem Markt, wo ich das Bild gemacht habe musste ich raus sonst hätte ich denen die Auslage aufgefüllt. Gab leider das ein oder andere, das ich deswegen nicht essen konnte… 😦 Zumal die damit Sachen zubereiten, wo man das einfach nicht erwartet bzw. vermutet. Etwa gebratene Ananas, mit Zwiebel, Knoblauch und Chili. Schüttelt mich, wenn ich nur daran denke. 😀
      Angkor Bier rockt! Da habe ich einige Liter durch den Körper laufen lassen. Wobei die eigentlich immer postwendend durch alle Poren nach Aussen drangen. 😀 Um voll zu werden bedurfte es schon eher härterer Getränke. 😉
      Klimaanlage ist so ein Thema. Ich schlafe grundsätzlich immer mit offenem Fenster. Ließ sich da allerdings nur einen Spalt weit öffnen. Ich habe Nachts dann den Ventilator laufen lassen und die Klimaanlage nur tagsüber damit das Zimmer kühl bleibt. Witzig fand ich, dass die Bettdecken hatten, die ich im Winter nicht benutzen würde. 😀 Habe dann nur mit dem Bezug gepennt. Soweit ich pennen konnte. 🙂
      Für kurze Brennweiten waren einfach immer viel zu viele Leute im Weg. Da haben sich übrigens die Chinesen als absolut katastrophal erwiesen. Die haben ja mal mit nix irgend etwas am Hut. Unglaublich.
      Hätte ich in Ta Prohm ne Waffe gehabt, hättest Du von mir in den Nachrichten gehört. 😀 😉
      Bin da in einen Pulk geraten, habe meine Gruppe verloren, bin dadurch am falschen Ausgang raus gekommen und habe wegen den Gesellen nicht ein gescheites Bild dort gemacht. Bekomme ich schon wieder Schaum vorm Mund, während ich das schreibe…
      Allerdings war die Fahrt mit dem Tuktuk zum anderen Ausgang extrem witzig. 😀

      Ich habe daher in den Tempeln die Leute irgendwie mit eingebaut um überhaupt irgendwelche Bilder machen zu können. 😀

      Gruß
      Stefan

      • Wenn du irgendwann vielleicht noch mal vor Ort bist, wirst du sicherlich dein eigenes Tuk Tuk ohne irgendeine Gruppendynamik buchen. Dann ist man flexibler und kann gewissen Situationen ausweichen, bzw. einfach abwarten. Das Rudel muß ja auch irgendwann zur Fütterung und dann bekommt man seine Chance. Mit dem 3-Tagespass kann man eigentlich in aller Ruhe auch gut stöbern. Ich war vor 13 Jahren das erste Mal dort und auch da war es schon proppenvoll.
        Ventilator ist ein Muss, allerdings lasse ich die Fenster zu, da die Mücken noch nerviger sein können, als die übrige Touristenmeute.
        Falls du in Asien gemäßigtes Klima und hohe Berge brauchst, besuch mal deine chinesischen Freunde in ihrer Heimat. Sag rechtzeitig Bescheid, ich komm vorbei und dann mischen wir die mal auf!
        LG kiki

        • Wie gesagt Kiki,
          ich bin ziemlich sicher, dass ich irgendwann noch einmal in diese Ecke der Welt kommen werde. Zum Kennenlernen war es so vom Prinzip gar nicht verkehrt. Beim nächsten Mal geht man das Ganze gezielter oder eben auch nicht 😉 an. Auf jeden Fall nicht mehr in einer Gruppe. Mehr als ein Moped oder Tuktuk brauch man dort nicht um Land und Leute zu sehen. Haben wir ja auch gemacht, wenn es die Zeit zugelassen hat.
          Da Du ja öfter in China bist, werde ich mich auf jeden Fall an Dich wenden, falls das mal zur Diskussion steht. 🙂
          Gruß
          Stefan

  3. Klasse, da gewinnst du mal eben so eine Reise. Cool. Okay, sechs Tage sind schon echt heftig mit An- und Abreise. Wollen wir auch mal hin. Haben aber noch nicht das passende Preisausschreiben gefunden. 😉 Hhhm, dass mit den vielen Touristen im Tempel ist natürlich so eine Sache. Naja, man ist ja selbst einer… …aber die Sache mit ‚die Menschen einfach einbauen‘ klingt nach einer vernünftigen Lösung, die ja auch interessant sein kann.

    Gruß, Markus

  4. Hallo Stefan,
    was für eine Tour…auf jeden Fall kannst du jetzt viel berichten..und das mit dem hinterher besser machen kenne ich nur zu gut…stell die Bilder trotzdem ein damit wir ein bisschen teilhaben können, ich war noch nie in der Ecke weil mein Kreislauf eher die nordische Seite mag und ich als Berufspessimist eher Nebellandschaften mag (möglichst mit Schloss im See) Bin also gespannt…
    Lieber Gruss, Jürgen

    • Dein Wunsch ist mir Befehl. 😀
      Später gibt es die nächste Fuhre. 😉

      Mein Wetter wird es ganz sicher nicht da. Evtl. findet man sich irgendwann damit ab, dass man eben permanent – also zumindest ist es bei mir so – alle Poren offen hat und egal was man macht, im eigenen Saft steht. Wäre ich Saunagänger könnte ich mir die Kohle sparen. 😀 😉

      Also Nebel mag ich auch. Zumindest in den Bergen hat das schon seine Reize. Aber wenn das Schloss im See ist, siehst Du doch ohnehin nichts davon… 😉 😀

      Gruß
      Stefan

  5. 🙂 Schön das du wieder dabei bist…und mit Schloss im Nebel im See meine ich so eine Art Nessie Feeling…ich warte doch immer noch darauf mal ein berühmtes Bild zu machen..also vorn das Monster im Loch Nebelschwaden und im Hintergrund so eine Art Schlossruine…ich fürchte ich muss mal photoshop bemühen…und diese Art asiatische Hitze mag ich gar nicht…da liege ich dann todkranke im klimatisierten Hotelzimmer…einmal versucht, nicht nochmal…obwohl diese gigantische Tempelanlage von Ankor (ohne im Bild stehende Chinesen) würde mich fotografisch schon reizen…
    Grüsse von Jürgen

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